Spiele mit den Ha Jotts

Der VfR Heilbronn 96-18 ist nicht zu stoppen

Im Bild: Turbulente Szenen im Frankenstadion nach Spielschluss gegen Türkspor Neckarsulm II

Siegesserie reißt auch nach Ende der Winterpause nicht ab

Mit hochkarätigen Neuzugängen – allen voran Joe Brown – ging der Tabellenführer aus der Badstraße in die Rückrunde; ein Selbstläufer ist jedoch auch nominelle personelle Stärke nicht. Dies sollte der VfR Heilbronn 96-18 gleich nach Ende der Winterpause merken, wenngleich die Ergebnisse stimmten. Am 16. Spieltag mussten die Rasenspieler zuhause gegen den TSV Heinsheim antreten. Zähes Spiel. Nach torloser erster Halbzeit musste schon der Torschütze vom Dienst, Joe Brown, ran und es war ein Strafstoß nötig, um die Schwarz-Weißen in Front zu bringen. Am Ende stand zwar ein ungefährdeter 4:1-Sieg zu Buche, aber spielerische Leichtigkeit sieht anders aus. Man musste nach schwerem Rückrundenstart einiges an Respekt vor dem nächsten Gegner in Reihen der Rasenspieler haben, als der VfR Heilbronn am 17. März bei unwirtlichem Regenwetter in Herbolzheim aufzulaufen hatte.

Gute Ergebnisse trotz häufig nur mauer Spielweise

Zwar brachte Joe Brown die Gäste bereits nach acht Minuten in Führung und das Spiel ließ sich gut an. Aber die Gastgeber gaben in den ersten 45 Minuten läuferisch und kämpferisch alles und konnten bereits in der 11. Minute ausgleichen. Das Spiel verlief ausgeglichen, aber wie erhofft konnten sich die Schwarz-Weißen nicht in Szene setzen. Bei guten Gelegenheiten für die Gastgeber konnten die Rasenspieler von Glück reden, dass VfR-Ikone Heiko Bachmann seine Farben kurz vor Ende der ersten Halbzeit in Front bringen konnte. Mit einem schönen Schuss von der Strafraumgrenze ließ er dem Torhüter der Hausherren keine Chance. Dann aber die kalte Dusche für die Käthchenstädter. Trotz guter Chancen der Gäste ließen es die Hausherren in der 57. Spielminute im Gästetor zum umjubelten Ausgleich zappeln. Das Spiel drohte gar zu kippen. Mit ihrer Klasse und angesichts nachlassender Kräfte der Hausherren konnten die “Spieler vom Stadion am Strich” allerdings das Spiel in die gewünschten Bahnen lenken. Am Ende stand ein 2:6-Auswärtssieg auf der Habenseite. Mindestens zwei Tore zu hoch fiel der Sieg allerdings aus.

Schützenfeste gegen den SV Heilbronn am Leinbach II und beim TSV Biberach

Gegen die Gäste vom SV Heilbronn am Leinbach II kamen die Rasenspieler zuhause zu einem 8:0-Schützenfest – gegen einen an diesem Tage zugegebener Maßen indisponierten Gegner. Torreich endete auch das Gastspiel des VfR beim TSV Biberach. Bereits in der ersten Halbzeit bereitete man auf Seiten der Gäste dem eigenen Anhang einen wunderbaren Nachmittag; bei prächtigem Sonnenschein stand es bereits zur Halbzeitpause 0:5. An der Bibersteige auf einem holprigen, engen Nebenplatz mit Schulsportcharme setzte man in der zweiten Halbzeit noch zwei Treffer drauf – die Gastgeber vermochten dabei nicht einmal einen Elfmeter zum Ehrentreffer einzunetzen.

Turbulenter 3:2-Arbeitssieg gegen Türkspor Neckarsulm II

Wiederum einen heißen Tanz lieferten die Gäste der zweiten Mannschaft von Türkspor Neckarsulm am 20. Spieltag unserem VfR im heimischen Frankenstadion. Kaum geordneter Spielaufbau auf Seiten der Gastgeber, dennoch kam man zu guten Chancen auf Seiten der Schwarz-Weißen, hatte aber an diesem Sonntag am Vorabend wohl nicht das nötige Zielwasser getrunken. Selbst der Torschütze vom Dienst traf an diesem Tag kein Scheunentor. Da man den Heimsieg benötigte, um weiterhin souverän die Tabelle anzuführen, war der Jubel in der 57. Spielminute groß, als Basri Tiryaki die Rasenspieler in Führung brachte. Als in der 68. Spielminute VfR-Legende Zdenko Juric das 2:0 und abermals Tiryaki das 3:0 erzielte, schien sich ein ruhiger Fußballnachmittag anzubahnen. Doch es kam anders.

Die Anhänger hatten einen Gästespieler mit mäßig ausgeprägtem Fitnessgrad nach dessen läppischem und mimosenhaftem Getue auf dem Platz richtig ins Herz geschlossen. Mit Häme übergossen zeigte sich dieser als undisziplinierter Sportsmann und suchte die Kommunikation mit der Fankurve der Ha Jotts. Das konnte nicht gut ausgehen für den bemühten, aber in jeder Hinsicht limitieren Kicker der Gäste. Als sich dieser noch entschloss, putzige Lockerungsübungen auf dem Platz bei Spielunterbrechungen zu machen, die schließlich in einem mehrfachen Bückling nach vorne endeten, hatten die Heimfans in der Kurve nun richtig ihren Spaß an der weiteren verbalen Auseinandersetzung.

Drohender Spielabbruch?

Wie weit es mittlerweile in “diesem unserem Lande” gekommen ist, zeigte das memmenhafte Verhalten des Gästespielers, der sich nach Ha-Jott-Informationen so sehr beim Spielleiter beschwerte und böse Beschimpfungen gehört haben will, dass der Schiedsrichter allen Ernstes erwogen haben soll, das Spiel abzubrechen. Die ersten Ordner machten sich auf den Weg in die Fankurve.  Natürlich ließ man sich auf Seiten der Anhänger der Rasenspieler schnell beruhigen und brachte das Spiel sehr diszipliniert zu Ende. Weniger diszipliniert waren in den Schlussminuten die Spieler der Schwarz-Weißen. Unnötiger Weise fing man sich in der 89. und quasi mit dem Schlusspfiff in der 95. Spielminute zwei Gegentreffer ein.

Als nach Spielschluss die Ha Jotts zur Freude aller Schwarz-Weißen den berühmten Choral vom “Stadion am Strich” anstimmten, rastete der ‘Liebling’ der VfR-Anhänger völlig aus und musste von Mitspielern zurückgehalten werden. Es wurde anschließend einige Minuten turbulent auf dem Rasen. Allein: Das Ganze war nur eine witzige Randnotiz nach einem 3:2-Arbeitssieg. Mit acht Punkten Vorsprung vor dem VfL Obereisesheim, der allerdings zwei Spiel weniger hat, gehen die Rasenspieler nun in ein spielfreies Wochenende. Man ist auf einem sehr guten Weg im Lager der Schwarz-Weißen. Der VfR ist aber gut beraten, keinerlei Spannungsabfall zuzulassen, um das große Ziel Aufstieg nicht zu gefährden.

 

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