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So sind wir – Werdegang der Heilbronner Jungs

„Tränen lügen nicht!“. Diese Worte hinterließ der damalige Spieler des VfR Heilbronn, Marco Merz, (heute Neckarsulmer Sportunion) im Gästebuch der Heilbronner Jungs nach dem letzten Spiel des VFR Heilbronn vor mehr als 15 Jahren. Ja, bei den Heilbronner Jungs und anderen VfR-Fans flossen die Tränen. Der VfR Heilbronn schien Geschichte zu sein. In der Folge begann durch Insolvenz und Fusionen der sportliche Niedergang.
Die Heilbronner Jungs arrangierten sich und hielten zunächst zum FC Heilbronn und nach einer weiteren Fusion zum FC Union Heilbronn. Eine wirkliche Heimat fanden wir allerdings nicht mehr! Bis zum Jahr 2018. Die Heilbronner Jungs gibt es noch immer, aber was viel wichtiger ist, es gibt auch wieder unseren VfR! Und genau den möchten wir nach allen Kräften bei jedem Spiel lautstark unterstützen. Vereinsliebe kennt keine Liga!
Die Heilbronner Jungs waren immer eine lose Gruppierung ohne feste Strukturen. Die Ursprünge gehen auf das Jahr 1998 und den Abstieg aus der Oberliga zurück. Der Verfasser dieser Zeilen saß als junger Mann auf der Tribüne des Frankenstadions und dachte sich, er und der VfR haben noch viel Zeit an ruhmreiche Tage der 70er Jahre anzuknüpfen. Es kam bekanntlich anders. Zunächst gelang jedoch der direkte Wiederaufstieg in die Oberliga. Angespornt durch fantechnische Konkurrenz aus Ludwigsburg und Pforzheim wuchs der Fanclub. An Mitgliedern, an Fahnen und an Aktionen vor, während und nach den Spielen. Bundesweit sorgten die Heilbronner Jungs im Jahre 2004 für Aufsehen. Der Elfmeterpunkt im Frankenstadion wurde entführt und bei Ebay zum Verkauf angeboten. Die Rettungsaktion für den von der Insolvenz bedrohten Verein FC Heilbronn schlug zwar fehl, dennoch berichteten seinerzeit viele Tageszeitungen über die Aktion, u. a. die Bild und die Bild am Sonntag. Die Heilbronner Stimme und der SWR führten Interviews mit dem Verfasser durch und Radio Ton informierte stündlich über den aktuellen Stand bei Ebay (eine Chronik der Ereignisse ist demnächst auf unserer Internetpräsenz zu sehen).
Die Heilbronner Jungs begleiteten ihren Verein aber durchaus kritisch und legten auch den Finger in die Wunde. Dies führte dazu, dass sich ein zweiter Fanclub, die FCH-Supporters, zu etablieren schienen. Dieser Fanclub versank jedoch, wie der Verein, schnell wieder in der Versenkung. Treffend wurde die Internetpräsenz der Heilbronner Jungs im Stadionheft auch als „Mutter aller FCH-Fanpages“ benannt und den Heilbronner Jungs attestiert, sehr positiv auf die Entwicklung der Heilbronner Fanszene eingewirkt zu haben. So wollen wir es auch in Zukunft handhaben: kritisch, vor allem aber konstruktiv den Verein unterstützen!
Unsere Geschichte beim FC Union Heilbronn ist schnell erzählt. Nachdem die völlige Inkompetenz der Vereinsführung erkannt wurde, kam es im weiteren Verlauf zu immer stärker werdenden Konflikten. Die Vorwürfe gipfelten in der Aussage, wir seien zu laut für die Tribüne. Jeder weiterer Kommentar überflüssig!
In den letzten beiden Jahren erfolgte daher keine Unterstützung mehr für den Verein. Er hatte jahrelang Zeit, sich auf die Traditionen zu besinnen. Leider geschah das Gegenteil. Erst nach der Gründung des VfR erinnerte man sich an die Schwarz-Weißen Fahnen (letztes Heimspiel der Saison). 2018: Phönix aus der Asche!!! Die Heilbonner Jungs und der VfR sind wieder da! Und die Schwarz-Weißen Fahnen werden niemals untergehen!
Alexander Lechler