Spiele mit den Ha Jotts

Wolke sieben war gestern: Nach der zweiten Niederlage in Folge kehrt Ernüchterung bei den Schwarz-Weißen ein

Es hätte so schön sein können…

Nach dem grandiosen 2:0-Heimsieg gegen den vermeintlichen Meisterschaftsfavoriten VFL Obereisesheim war die Welt der Schwarz-Weißen wie gemalt für die Erfüllung eines Traums. Die Tabelle wies nach dem elften Spieltag ein Bild auf, wie man es sich in den kühnsten Träumen nicht erhofft hatte. Man war “durch”, so konnte man es vielerorts auch in den Reihen der Ha Jotts hören. Der weitere Durchmarsch schien nur noch reine Formsache. So kann man sich täuschen. Der 13. Spieltag des 11. November sollte viele Besseres lehren.

Bis tief in die Nacht für den Verein aktiv! Die Heilbronner Jungs!

Erste tabellarische Niederlage bei Krumme Ebene II

Nachdem man im Spiel gegen Türkspor Neckarsulm II noch am “grünen Tisch” wegen eines Regelverstoßes drei Punkte trotz 3:2-Niederlage auf dem Spielfeld der Habenseite gutschreiben konnte, war in Gundelsheim Schluss mit Verlustpunktfreiheit für die Rasenspieler. War man bereits seit dem Spiel bei den türkischen Sportfreunden aus Neckarsulm im Felde nicht mehr unbesiegt, setzte es bei der SGM Krumme Ebene am Neckar II die erste Niederlage. Eine Unnötige hörte man allenthalben. Offensichtlich bot man zwar keine Glanzleistung, arbeitete sich aber etliche Chancen heraus. Allein die Chancenauswertung blieb mangelhaft. Und so kam, es wie es so oft passiert, wenn eine Mannschaft trotz bester Chancen das Runde nicht ins Eckige bringt: Der Unterlegene lässt es klingeln. So geschehen durch Benedikt Süß von der SGM, der in der 61. Spielminute den Schwarz-Weißen Saures gab.  Der Ausgleich wollte dem VfR an diesem Tage einfach nicht gelingen. Niederlage! Aus!

Unterschätztes Herbholzheim

Während die Rasenspieler am 12. Spieltag erstmals Punkte liegen ließen, fegten die Kicker des TSV Herbholzheim die zweite Mannschaft des SV Heilbronn am Leinbach im heimischen Stadion mit 7:0 vom Platz. Hatte man zunächst beim 4:3-Heimsieg des TSV gegen den VFL Obereisesheim an einen Ausrutscher des Meisterschaftsfavoriten geglaubt, so sollte sich zeigen, dass der vielumjubelte Sieg der Herbholzheimer keine Eintagsfliege war. Hier formiert sich ein weiterer Aufstiegsaspirant, musste der Fußballkenner spätestens mit Blick auf die Tabelle erkennen. In diesem Lichte betrachtet erweist sich  der 2:0-Heimsieg des VfR im legendären ersten Heimspiel im Frankenstadion am zweiten Spieltag als ein nicht alltäglicher Erfolg in zweierlei Hinsicht. Der TSV Herbholzheim war jedenfalls nach Spieltag 12 bereits auf Tuchfühlung mit den Schwarz-Weißen.

Unterirdisches Heimspiel der Rasenspieler gegen Langenbrettach

Es war ein wunderschöner Herbsttag im Unterland. Das Frankenstadion war am 11. November in strahlenden Sonnenschein gehüllt als die Matadore den Rasen des Frankenstadions betraten. Das letzte Heimspiel der Schwarz-Weißen im Jahr 2018 in seiner ersten Saison nach Neugründung sollte denkwürdig werden. Nach Beginn um 14.30 Uhr sollten die mit zahlreichem Anhang angereisten Gäste der SGM Langenbrettach nach kurzer Zeit aufzeigen, dass sie nicht gewillt waren, die Punkte kampflos auf dem Rasen des Wohnzimmers der Sdchwarz-Weißen liegen zu lassen. Tief gestaffelt mit großem Kampfgeist hatten die Gäste die halbherzig vorgetragenen Angriffsbemühungen der Hausherren bereits in Halbzeit eins gut im Griff.

Kein Knipser, kein Kombinationsspiel

Gewiss stellten sich die Rasenspieler bei guten Einschussmöglichkeiten vor dem Pausentee mitunter unglücklich an, was einmal mehr beweist, dass ein “Knipser” vorne fehlt, der auch die dreckigen Tore im Stile eines Strafraumgespenstes a la Gerd Müller macht. Gefährlicher bei ihren mutig vorgetragenen Konterangriffen waren die Gäste offensichtlch bereits in den ersten 45 Minuten. Verwunderung bei den Anhängern der Rasenspieler, Murren bei uns Heilbronner Jungs auf der Gegengeraden. “Ein Dreckskick” in der ersten Halbzeit. Aber es sollte noch schlimmer werden. Gab es in der ersten Halbzeit bei wohlwollender Betrachtung noch die eine oder andere Ballstafette des VfR, entwickelte sich in Halbzeit zwei ein regelrechtes Fehlpassfestival. Hier war kein Mannschaftsspiel zu erkennen. Einzelaktionen mit dem Kopf durch die Wand, keine Bewegung im Spiel ohne Ball, keine Spielidee, um den Langenbrettacher Riegel zu knacken. Erbärmlich!

Hochverdienter Führungstreffer der Gäste durch Studenak

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich folgerichtig ein klares Chancenplus der Gäste. Ein ums andere Ball musste der Heilbronner Supergoalie Salvatore Barbagallo in höchster Bedrängnis retten. Bei tiefstehender Sonne passten sich die Rasenspieler zudem vollends dem Himmelskörper an und ließen das fußballerische Niveau immer weiter sinken. Eimn Spiel im Sinkflug. Mitte der zweiten Halbzeit war der VfR dann doppelt mit dem Glück im Bunde. Nach blitzsauberem 25-Meter-Freistoß der SGM musste zunächst der Pfosten für den Heilbronner Schlussmann retten, im Nachsetzen brachten die Gäste nach Meinung vieler Spielbeobachter den Ball über die Linie. Allein: Es gibt keine technische Unterstützung für einen Schiedsrichter in Liga 10. Der Unparteiische wertete die Rettungsaktion der Schwarz-Weißen als erfolgreich und damit vor Überschreiten der Linie und ließ weiterspielen. In der 79. Spielminute dann die kalte Dusche: Studenak ließ nach gut vorgetragenem Konter dem besten Heilbronner im tor der Hausherren keine Chance. Ganz ruhig überwand der Siegtorschütze den allein gelassenen Heilbronner Schlussmann.

Kopflose Bemühungen nach Rückstand

Was danach folgte, war Fußball zum Abgewöhnen auf Seiten der Schwarz-Weißen. Fast alle im Trikot des VfR haben bekanntlich höherklassig gespielt. Nach dem Rückstand gelangen aber unbedrängt nicht einmal Pässe über wenige Meter. Das ohnehin kaum erkennbare Mannschaftsspiel kam völlig zum Erliegen. Allein Freistöße konnten eine gewisse Gefahrensituation heraufbeschwören. Doch nach wohl für die Gäste unendlich  lang erscheinender Nachspielzeit durften die Kicker der SGM überschwänglich jubeln. Zu Recht feierten sie einen grandiosen 0:1-Auswärtssieg beim übermächtig erscheinenden VfR Heilbronn. Die Gäste zeigten, was mit Kampfkraft und mannschaftlicher Geschlossenheit möglich ist. Ein aufopferungsvoll kämpfender, tief stehender Gegner: Das wird nicht das letzte Spiel dieser Art gewesen sein. Der VfR wird nun mehr denn ja Opfer seines eigenen Erfolgs.

Komplizierte Tabellensituation

Wir als Heilbronner Jungs können uns kein Urteil über das interne Mannschaftsgefüge und die Harmonie in der schwarz-weißen Truppe erlauben. Aber eines ist klar: Am Sonntag gegen Langenbrettach stand keine Mannschaft auf dem Platz. Kein Mannschaftsspiel, kein geordneter Spielaufbau, Einzelaktionen allenthalben. Nun hat der VfR einen komfortabel erscheinenden Vorsprung in der Tabelle verspielt. Herbholzheim ist nach dem 13. Spieltag mit 28 Punkten einen vorn. Zudem hat der VFL Obereisesheim auf Rang drei ein Spiel weniger. Bei einem Sieg im Nachholspiel könnte die Tormaschine unabhängig von künftigen Spielausgängen den VfR gar auf Rang drei verdrängen. Eine schwierige Aufgabe steht den Rasenspielern nun am kommenden Sonntag, den 18.11.2018, bei der zweiten Mannschaft der SGM Stein/Neuenstadt/Kochertürn bevor. Siegen erscheint nun schon fast wieder Pflicht. Und im zweiten Spiel der Rückrunde geht es zum TSV nach Herbholzheim. Für den VfR geht es jetzt wahrlich in den nächsten Spielen um alles.

Die Heilbronner Jungs untrennbar von Verein und Führung

Trotz zweier Rückschläge und daraus resultierender heikler Tabellensituation blicken wir Heilbronner Jungs zurück auf wunderbare Heimspiele sowie eine superschöne Zeit im Frankenstadion mit unserer Mannschaft und sind trotz der letzten beiden Rückschläge einfach nur eines: dankbar. Dankbar der Vereinsführung für eine nie erwartete Neugründung. Dankbar dem Trainerteam und unserer Mannschaft, die uns gegen Ende der Vorrunde noch im Spiel gehalten haben, um den Platz zur Erfüllung all unserer Träume in der Tabelle zu erzielen.

Wir sagen jetzt schon: Danke!

Für ein supergeiles erstes VfR-Halbjahr 2018!

Wir glauben fest an Verein, Trainer und Mannschaft!

 

 

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